Kurzkonzept

1. Einführung

Die Kita SoKuKi befindet sich aktuell in Gründung. Wir planen den Aufbau der Kita als Eltern–Erzieher–Initiative in Berlin Adlershof. Es werden 20 Kinder im Alter von 1-6 Jahren in altersgemischten Gruppen betreut.

In der Kita werden entsprechende Gruppenräume zur Verfügung stehen, die mit altersangemessenen Funktionsbereichen ausgestattet sind. In jedem Raum gibt es einen Ruhebereich, sowie abwechslungsreiches Beschäftigungsmaterial, das alle Sinne anregt und zum Erkunden und Erleben einlädt. Es ist uns wichtig, dass das Spielmaterial möglichst plastikfrei und natürlich ist. Unsere Räume werden geschmackvoll und aufeinander abgestimmt eingerichtet. Wir planen auch einen Raum, der entsprechend der Waldorfpädagogik als "Lebenswelt" nach anthroposophischen Richtlinien ausgestattet wird. Grundsätzlich legen wir auch bei der Einrichtung unserer Räume Wert auf natürliche hochwertige Materialien.

Alle Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Vesper und Obst/Gemüse – Snacks) werden in der Kita gemeinsam eingenommen. Das Mittagessen wird durch ein Cateringunternehmen täglich warm geliefert und in unserer offenen Küche für und mit den Kindern vorbereitet. Wir achten darauf, dass die Ernährung abwechslungsreich und ausgewogen ist.

Die Betreuungszeit ist von Montag bis Freitag 07:30 Uhr bis 16:30 Uhr.

Bis 09:00 Uhr sollten alle Kinder in der Kita angekommen sein, damit wir den Tag dann gemeinsam beginnen können.

Unser Erzieherteam besteht aus erfahrenen und sehr engagierten Erziehern, die ihren eigenen hohen Anspruch an ihre Arbeit in diesem Projekt verwirklichen möchten. Wir sind alle staatlich anerkannte Erzieher mit mehreren Jahren Berufserfahrung und haben verschiedene Zusatzqualifikationen wie Facherzieher für Integration und Kinderschutzfachkraft. Darüber hinaus sind wir immer interessiert, uns weiter fortzubilden.

Das Gründungsteam ist bereits eingespielt und arbeitet schon seit einigen Jahren miteinander.

In Zukunft wird unser Team durch weitere Kollegen und einen berufsbegleitenden Auszubildenden vervollständigt und von FSJ- oder Bufdi-Praktikanten und einer Küchenhilfe, sowie natürlich durch die Elternschaft unterstützt.

2. Pädagogisches Konzept

Unsere Kita heißt SoKuKi : Soziokultureller Kinderladen.

Es ist uns wichtig, dass die uns anvertrauten Kinder von Anfang an lernen, eine ausgeprägte Sozialkompetenz aufzubauen. Der respektvolle Umgang untereinander und mit fremden Mitmenschen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Leitbildes. Die Kinder sollen lernen, über den Tellerrand hinauszuschauen, empathisch zu sein, auch an Andere zu denken und Freude daran haben, zu teilen und etwas für Andere zu tun. Dieses Verhalten leben die Pädagogen gemeinsam mit den Eltern vor, um für die Kinder verlässliche Vertrauenspersonen zu sein, die Geborgenheit schenken und sie so akzeptieren und schätzen wie sie sind.

Jedes Kind ist besonders und wird individuell „abgeholt“ und gefördert. Auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf sind bei uns sehr willkommen und werden von unseren Integrationserziehern professionell betreut und entsprechend ihrer Diagnose gefördert und in die Gruppe integriert. Hierbei ist uns eine offene Zusammenarbeit mit den Eltern und den weiteren beteiligten Einrichtungen wie zum Beispiel SPZ, Logopäden, Ergotherapeuten o.ä. besonders wichtig.

Desweiteren ist ein Schwerpunkt unseres Trägervereins die generationsübergreifende Sozialraumvernetzung. Das heisst für unsere Kita, wir wollen uns mit Einrichtungen und Unternehmen in der Umgebung vernetzen und wünschen und vor allem eine enge Kooperation mit einer Senioreneinrichtung.

Unser Ziel ist hierbei das Schaffen einer Gemeinschaft, in der das gegenseitige Geben und Nehmen gemeinsam mit den Kindern praktiziert wird. Die Kinder lernen hierbei den respektvollen und wertschätzenden Umgang mit allen Generationen.

So könnten zum Beispiel die Senioren Vorlesepatenschaften übernehmen oder Geschichten erzählen und die Kinder im Gegenzug bei Feiern etwas aufführen, gemeinsam basteln, backen, o.ä..

Darüber hinaus bildet das Berliner Bildungsprogramm die Grundlage unserer täglichen Arbeit. Die Kinder lernen durch Selbsterfahrung, unterstützt durch didaktisches Material nach Maria Montessori, sowie der Waldorf- und Reggio – Pädagogik.

Wir werden mit den Kindern viel Zeit in der Natur verbringen. Dazu nutzen wir nahegelegene Grünflächen oder fahren auch zu weiter entfernten Spielplätzen, Parks und Wäldern.

Unser täglicher Tagesablauf ist durch feste Rituale strukturiert. Hierzu gehört vor allem der gruppeninterne Morgenkreis, aber auch ein gemeinsamer wöchentlicher Singekreis aller Kitakinder.

Auch regelmäßige Feste und Feiern im Jahresverlauf schaffen für die Kitagemeinschaft einen verlässlichen Rahmen mit viel Raum für die Partizipation und Mitgestaltung durch die Kinder und ihre Familien.

Wir möchten mit den Kindern gern in monatlichen Projekten arbeiten, die gemeinsam mit den Kindern im Morgenkreis zum Monatsanfang entstehen und sich nach ihrer Lebenswelt und aktuellen Interessen richten.

In der Projektarbeit werden verschiedene Bildungsbereiche angesprochen und die Kinder werden dadurch ganzheitlich gefördert. Die Projekte werden in einem monatlichen Elternbrief an die Familien kommuniziert und es wird auch mindestens einen großen Ausflug im Monat geben, der sich nach dem aktuellen Projekt richtet.

Im Morgenkreis und in der wöchentlichen Kinderkonferenz gibt es Zeit zum Besprechen, Planen, Wünschen, Reflektieren und Diskutieren. So sind die Kinder immer aktiv am Geschehen beteiligt und lernen, dass ihre Meinung zählt und sie ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft sind, dessen Stimme eine demokratische Entscheidung beeinflusst.

3. Zusammenarbeit mit den Eltern

Nach unserem Grundsatz „Bildung braucht Bindung und Beziehung“ wünschen wir uns eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern.

Angefangen beim Kennenlernen der Familien vor Kitabeginn, einer behutsamen und bedürfnisorientierten Eingewöhnung des Kindes und dem Aufbau einer intensiven und ehrlichen Erziehungspartnerschaft ist uns der Kontakt auf Augenhöhe und der offene Umgang miteinander sehr wichtig.

Deshalb werden auch Eltern in den Vorstand gewählt und wir sind als Eltern-Erzieher-Initiative darauf angewiesen, dass die Eltern sich mit ebenso viel Herzblut wie wir engagieren und uns unterstützen.

Als regelmäßige Aufgaben werden z.B. die Wäsche der Handtücher, Putzdienste und die Vorbereitung von Festen und Feiern an die Elternschaft vergeben. Im Gegenzug haben die Eltern die Möglichkeit, aktiv und entscheidend am Kita-Umfeld ihrer Kinder mitzuwirken. Mit verschiedenen Ämtern und auch dem Vorstand können Eltern in hohem Maße an Entscheidungen teilhaben und sie haben immer Einblick in das Geschehen der Kita.

Im Rahmen der angestrebten Erziehungspartnerschaft werden wir mit den Eltern regelmäßige Entwicklungsgespräche führen und immer im Austausch über das Kind sein. Wir nehmen uns Zeit für die Sorgen und Wünsche der Eltern und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Darüber hinaus finden Elternabende, Themenabende und je nach Interesse auch Seminare, sowie ein Elterncafé statt.

Wir freuen uns, wenn Euch unser Konzept gefällt und laden Euch herzlich ein, uns kennenzulernen.